Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ NRW begrüßt die Verabschiedung des ersten kommunalen Kinder- und Jugendförderplans

Medienmitteilung Düsseldorf, 26.10.2005

Im Rahmen der Sitzung des Düsseldorfer Jugendhilfeausschusses am Dienstag, den 25. Oktober 2005, wurde der erste kommunale Kinder- und Jugendförderplan in Nordrhein-Westfalen einstimmig verabschiedet. In den nächsten Tagen darf man auf einen gleichen Beschluss des Stadtparlamentes hoffen. Damit hat die Landeshauptstadt als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen die Vorgaben und Entwicklungsmöglichkeiten des neuen Kinder- und Jugendförderungsgesetzes NRW im Interesse der Düsseldorfer Kinder und Jugendlichen genutzt.

Bis zum Jahre 2009 haben alle Träger der Jugendarbeit einschließlich des örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe eine Planungssicherheit bezüglich der finanziellen und ressourcenmäßigen Ausstattung. Damit wird ein weiteres Stückchen Utopie Wirklichkeit, für die die erste erfolgreiche Volksinitiative „Jugend braucht Zukunft“ vor fast zwei Jahren gekämpft hat.

Insgesamt wird die Stadt Düsseldorf rund 2,6 Millionen Euro mehr für die Jugendförderung bis zum Jahr 2009 aufwenden. Die Förderverträge werden bis zum Jahr 2009 verlängert. Im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wurden Förderstandards für alle Einrichtungen formuliert, die in Zukunft die Förderhöhe mit beeinflussen. Der Anteil für die Eigenmittel der freien Träger wurde auf höchstens 25% festgeschrieben. Für den Bereich der Fortbildung der sozialpädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden erstmalig Fördergelder bereitgestellt. Die Düsseldorfer Jugendverbände erhalten zusätzlich drei Referentenstellen zur Qualifizierung der Jugendverbandsarbeit.

Die Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ Nordrhein-Westfalen begrüßt diesen historischen Beschluss und hofft, dass dieses Signal aus der Landeshauptstadt landesweit wahrgenommen wird.

Der Düsseldorfer Kinder- und Jugendförderplan orientiert sich im Wesentlichen an den Empfehlungen der Landesjugendämter, deren Entwicklung von der Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ NRW initiiert wurde. Die Umsetzung der fachlichen Anforderungen im Düsseldorfer Kinder- und Jugendförderplan müssen landesweit größte Beachtung erfahren, um die Aufstellung der Förderpläne in allen Städten und Gemeinden zu qualifizieren.

Besonders begrüßt die Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ NRW, dass der Düsseldorfer Kinder- und Jugendförderplan in einem breiten Beteiligungsverfahren erarbeitet und abgestimmt wurde.

gez. Norbert Kozicki

(stellv. Vorsitzender der AGOT NRW)

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