Planet B – Die Kinder- und Jugendkonferenz im Projekt Bildung(s)gestalten

Bildungslandschaften als Beteiligungslandschaften! Dieser Leitsatz ist für die meisten Personen, die sich mit der Gestaltung von Bildungslandschaften beschäftigen, unumstritten. Doch leider finden sich in der Praxis zu wenige Konzepte und Ansätze, wo die Ausgestaltung von Bildungslandschaften als gemeinsamer Prozess ALLER Beteiligten als selbstverständlich vorausgesetzt wird.

Daher richtete sich die dritte und letzte Projektkonferenz das Projektes ‚BILDUNG(S)GESTALTEN – Offene Kinder- und Jugendarbeit und Familienbildung gestalten Bildungslandschaften‘ an die Personen um die es eigentlich geht und die die größte Expertise mitbringen – die Kinder und Jugendlichen.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren des Projektes veranstalteten die Beteiligten von BILDUNG(S)GESTALTEN Fachkonferenzen. Im ersten Projektjahr wurde die Konferenz für die Zielgruppe der Mitarbeitenden der lokalen Träger und Einrichtungen vor Ort ausgerichtet. Im zweiten Projektjahr wurde schwerpunktmäßig Fachleute aus Politik und Verwaltung angesprochen. Ziel der diesjährigen Fachveranstaltung war es, die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen zu ihren Lernwelten und Bildungsorten zu erfahren und einzufangen, um diese für unsere weiteren Empfehlungen zur Gestaltung von Bildungslandschaften einfließen zu lassen.

Ziel dieses Bildungsprojektes war die vielfältige Darstellung der Ideen und Bedingungen  für eine gelingende Bildungslandschaft aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen und deren Präsentation in Form eines gemeinsam erstellten ‚Kurz-Kino-Filmes‘. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wurden sensibilisiert und ermutigt, sich in die Gestaltung ihrer eigenen Bildungslandschaften einzumischen.

‚Planet B‘ war der Titel des landesweit angelegten Bildungsprojektes. Beim ‚Planet B‘ handelt es sich um einen neuendeckten und bislang unberührten Planeten, der für eine menschliche Bevölkerung vorbereitet werden sollte. Die Kinder und Jugendlichen bekamen den Auftrag ihre Lern- und Bildungsorte selber zu gestalten und in eine für sie passende ‚Bildungslandschaft‘ umzusetzen. Hierzu wurden ihnen in Form einer Videobotschaft zentrale Fragestellungen zu den Bereichen: Raum, Menschen, Atmosphäre  und Themen/Inhalte  von einer „Raumschiffbesatzung“ übermittelt.

In Workshops und Gruppenarbeitsphasen  an den fünf AGOT-Projektstandorten der BILDUNG(S)GESTALTEN konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen zu den Fragestellungen  ausdrücken und umsetzen. Die Darstellung der Vielfalt der Ideen und Möglichkeiten stand bei der Zusammenstellung des ‚Kurz-Kino-Filmes‘, neben dem gewiss auch ästhetischen Anspruch der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen stehen wertneutral nebeneinander und keine Idee/Antwort wurde zu Gunsten einer anderen herausgenommen.

Der gesamte Film wurde im Rahmen einer zentralen Präsentationsveranstaltung am 14. Juni 2014 in der Sternwarte Bochum, der eigentlichen Kinder- und Jugendkonferenz, sowohl allen beteiligten Kindern- und Jugendlichen als auch weiteren Jugendlichen aus den Standorten im Rahmen einer großen Kinopremierenfeier  inklusive musikalischem Rahmenprogramm durch die Gruppe X-Vision Ruhr präsentiert und vorgeführt. Mit insgesamt rund 80 Kindern und Jugendlichen war die Veranstaltung sehr gut besucht und dies trotz des vorangegangenen Unwetters, dass insbesondere das Ruhrgebiet stark getroffen hatte. Die Kinder und Jugendlichen freuten sich über Grußworte von der NRW-Jugendministerin Ute Schäfer (download Link!?), von dem stellvertretenden Jugendamtsleiter aus Bochum, Lothar Kessler, sowie vom AGOT-Vorsitzenden Willi Liebing.

Im Anschluss an die Filmpremiere erhielten alle beteiligten Kinder und Jugendlichen eine Urkunde und konnten dann an unterschiedlichen offen gestalteten Spiel- und Kreativangeboten teilnehmen und Kontakte über ihren Heimatstandort hinaus knüpfen.

Ein weiteres Highlight des Tages war, dass der entstandene, rund 30-minütige Film mit einem Wetterballon, ausgestattet mit einer Funksonde in Richtung `Planet B´ geschickt wurde. Bei rund 29 Kilometern Steighöhe verlor sich sein Signal, die Beteiligten sind jedoch zuversichtlich, dass er sein Ziel gefunden hat.

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