Aufruf – „Für eine humane Flüchtlingspolitik!“

Alle Schutzsuchenden haben das Recht auf menschenwürdige Aufnahme und Versorgung! Die AGOT-NRW e.V. unterstütz den Aufruf der freien Wohlfahrtspflege NRW und dem Flüchtlingsrat NRW nach einem Ende der Ungleichbehandlung von Flüchtlingen.

„Nach der restriktiven deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik der letzten Jahre sind in den Vereinfachungen, die für ukrainische Schutzsuchende geschaffen werden, die Anfänge einer solidarischen, die Menschenrechte der Betroffenen wahrenden Aufnahmepraxis zu erkennen. Anderen Flüchtlingen bleiben diese positiven Ansätze jedoch verwehrt. Diese Ungleichbehandlungen müssen ein Ende haben!“

Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW

Die unterzeichnenden Organisationen stellen mit wachsender Sorge die aktuelle Un-gleichbehandlung geflüchteter Menschen fest. Sie fordern Bund und Land auf, die guten Erfahrungen, die derzeit bei der humanitären Aufnahme und Integration von ukrainischen Staatsangehörigen gemacht werden, die aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen ihr Land zur Flucht gezwungen wurden, auch auf andere Geflüchtete zu übertragen.

Stattdessen müssen wir eine starke Ungleichbehandlung zwischen den „einen“ und den „anderen“ Geflüchteten erkennen. Die „einen“, das sind aus der Ukraine geflüchtete ukrainische Staatsangehörige; die „anderen“, das sind Menschen, die aus ande-ren Regionen dieser Erde in Deutschland Schutz vor Krieg und Gewalt suchen und diejenigen Ukraine-Flüchtlinge, die eine andere als die ukrainische Staatsangehörig-keit besitzen oder der Rom*nja-Minderheit angehören.